Neues aus Stuttgart Süd

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Es fing an im Jahre 1888. Um genau zu sein am 5. August, denn an diesem Tag fand die festliche Einweihung des damals neuen Feuerwehrhauses statt. Das Gebäude wurde an die Freiwillige Feuerwehr der Karlsvorstadt übergeben, welche in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feierte. Seit dem „Eppler´schen Brand“ am 7. September des Jahres 1863 wuchs das Interesse an einer eingeübten Wehrmannschaft und an erforderlichen Geräten zur Brandlöschung. So hatte die Wehr unter Kommandant Manz bereits 1864 60 Mitglieder, welche bis zum 50-jährigen Jubiläum eine Zahl von 153 Mann erreichen sollte.

Der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Karlsvorstadt im Jahr 1907

Mit dem neuen Feuerwehrhaus, geplant von dem Stadtbaurat Emil Mayer im Jahre 1888, taten sich viele Möglichkeiten auf. Zum einen konnten die zuvor im Gemeindehaus aufbewahrten, wenigen Leitern und die hölzerne Spritze nun in einem großen Geräteraum abgestellt werden, welcher Potential für Neuanschaffungen bot. Und zum anderen wurden Brände vom hohen Turm aus schneller erkannt.

Das Feuerwehrhaus im Jahr 1970

Bereits vorher mussten die Feuerwehrmänner ihr Können oft beweisen, doch mit dem Eintreten des ersten Weltkrieges rückte die Wehr alleine in den Jahren 1917/1918 wegen Fliegeralarm 15 Mal aus. Doch hatten die Feuerwehrmänner zu dieser Zeit noch eine geringere technische Ausstattung als zur heutigen Zeit, sodass mit Eintreten eines Brandes eine lange Prozedur begann. Beim Läuten der Glocken wusste jeder sofort was er zu tun hat. Die Bauern in den umliegenden Bauernhöfen brachten die Pferde, sodass der Löschzug bewegt werden konnte. Der Mannschaftswagen konnte allerdings erst ausrücken, wenn sich mindestens sechs Feuerwehrmänner an der Wache eingefun-den hatten. Für die übrigen Bürger und Wehrmänner hing eine Tafel vor Ort, auf welcher nachgele-sen werden konnte, wo sich der Brandort genau befand.

Ab dem 30. September 1920 übernahm die Berufsfeuerwehr die Feuerwache. Die Freiwillige Feuerwehr löste sich auf. Grund dafür war die Motorisierung der Berufsfeuerwehr, die nun immer schneller an dem jeweiligen Brandort eintraf.                                    

 Die Freiwillige Feuerwehr kurz vor der Auflösung im Jahr 1920

Das im Obergeschoss geführte Waisenhaus für 10-12 Knaben blieb erhalten, im unteren Stock wurde eine Suppenküche für sozial schwache Bürger eingerichtet und der heutige „Große Saal“ wurde von der Schreiber- und Lerchenrainschule bis zum zweiten Weltkrieg als Turnhalle genutzt. Im zweiten Weltkrieg benötigte man diesen Platz als Magazin und Lagerhalle. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude nur noch als Volksküche genutzt, was allerdings in den 60er Jahren ebenfalls eingestellt wurde.

Schild der Volksküche im Alten Feuerwehrhaus, fotografiert im Jahr 1979

Es traf sich dann die Frauengruppe „Blaustrümpfler“ um Helene Schoettle in dem Gebäude. Die Sozialdemokratin setzte sich für Kinder, Ältere und Behinderte ein. Nach ihrem Mann, Erwin Schoettle, ist der Platz vor dem Alten Feuerwehrhaus benannt.

Nach der Nutzung als Volksküche sollte das Alte Feuerwehrhaus verkauft und abgerissen werden. Dies konnte jedoch verhindert werden, indem der Turm des Gebäudes unter Denkmalschutz ge-stellt wurde.


Der Turm des Alten Feuerwehrhauses, fotografiert im Jahr 1982

 

Seit Dezember 1979 wurde die Betriebsträgerschaft des Hauses der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Stuttgart e.V., übertragen. Zunächst galt diese nur für den renovierten ersten Stock, wo ein Begegnungs- und Servicezentrum für Senioren entstand. Bald verwaltete die AWO das gesamte Gebäude und bot im Rahmen des Gemeinwesenzentrums gemeinnützigen Vereinigungen den Raum für Feste und Treffen an.

 

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Ein Kurs mit Schwerpunkt auf dem traditionellen Hatha Yoga.

Es kommen Atem- und Entspannungstechniken sowie Körperübungen (Asanas) zur Anwendung. Mit Blick auf die Zielgruppe 60+ werden keine schwierigen Körperübungen praktiziert.

Oberstes Ziel der Übungseinheiten ist die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten, sich geistig und körperlich zu entspannen.

Jeden Montag von 9.00 bis 10.00 Uhr im Großen Saal.

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Im Bereich unseres Mobilen Sozialen Dienstes (kurz MSD) engagieren sich vorrangig junge Menschen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Deren Spontanität und Flexibilität ermöglichen jede Woche aufs Neue einen variablen Einsatzplan. Der MSD bietet Hilfen bei Einkäufen, im Haushalt, Fahrdienste zum Arzt sowie Hol- und Bringdienste in das Begegnungs- und Servicezentrum. Nach Absprache ist es zudem möglich die Kehrwoche (keinen Winterdienst) zu erledigen.

Im Bereich der Nachbarschaftshilfe (kurz NBH) engagieren sich unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter. Jedem Klienten wird ein fester Mitarbeiter zugeteilt. Dadurch wollen wir eine Vertrauensbasis und eine eingespielte Zusammenarbeit ermöglichen. Die Tätigkeiten im Rahmen der NBH sind vielseitig. Während einige Klienten Hilfe im Haushalt, etwa bei der Wohnungsreinigung oder beim Einkauf, benötigen, ist es anderen Klienten wichtig zum Arzt oder zu Amtsgängen begleitet zu werden. Wieder andere benötigen Hilfe bei der Gartenarbeit oder mögen lediglich ein wenig Gesellschaft bei Spaziergängen.

 

Die entstehenden Kosten sind bei MSD und NBH verschieden.

Mobile Soziale Dienste: Jede angefangene Stunde 10,00 €

Nachbarschaftshilfe: Jede angefangene Stunde 16,00 €

Anfahrtspauschale 5,00 €